Freizeitobjekte

- OSR

 

Die Schwimmhalle besitzt die Homologation des Polnischen Schwimmverbandes zum Austragen von Wettkämpfen mit elektronischer Zeitmessung. Die Schwimmhalle mit den Abmessungen 25 m x 12,5 m und 260 Zuschauerplätzen ist für das Freizeitschwimmen, die Durchführung von Schwimmunterricht und Spielen im Wasser sowie für Schwimmwettbewerbe ausgelegt. Das moderne Wasseraufbereitungssystem, das in dem Bassin angewendet wird, garantiert Wasser von konstanter Qualität und Temperatur. Der Umkleide- und Sanitärbereich des Objektes verfügt über ein modernes System von Duschen und elektronisch gesteuerten Umkleideschränken, und ein elektronisches System garantiert Kontinuität beim Eintritt von Individualkunden, ohne „starre“ Stunden festzusetzen. Die Sporthalle misst 38 m x 16 m. Sie hat Tarkett-Belag, und die Tribünen mit 260 Plätzen ermöglichen die Austragung von Wettkämpfen und Trainings aller Mannschaftsspiele.
Virtueller Ausflug durch das Objekt

- Sportplatz Orlik

 

EIN WENIG GEOGRAPHIE

Die Gemeinde Zabierzów zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Geländeoberfläche aus. Sie liegt nämlich an der Grenze dreier Mesoregionen des Hochlandes von Kraków-Częstochowa: der Olkuska-Hochebene, des Krzeszowicki-Grabens und des Tenczyński-Hügels. Die Olkuska-Hochebene, die auch Ojców-Hochland genannt wird, erhebt sich durchschnittlich ca. 400 m über dem Meeresspiegel und fällt in einer Reihe von Felssprüngen, die sich im Relief in Gestalt steiler, felsiger Stufen von fast 100 m Höhe deutlich abzeichnen, zum Krzeszowicki-Graben ab. Ihre leicht welligen Gipfel werden von Süden her durch zahlreiche Flusstäler, die die Form gewundener Felsschluchten annehmen und im Volksmund Krakauer Tälchen genannt werden, durchschnitten. In dem auf der Landkarte dargestellten Gebiet befinden sich das Szklarki- und das Będkowska-Tal sowie die innerhalb der Grenzen der Gemeinde Zabierzów liegenden und wohl bekanntesten und meistbesuchten Täler: das Kobylańska- und das Bolechowicka-Tal, außerdem noch das Kluczwody-Tal weiter westlich. Ein ähnliches Bodenrelief zeichnet den Tenczyński-Hügel aus, die größte zerklüftete Erhebung in der Region Kraków. Seine sich durchschnittlich 300 m über dem Meeresspiegel erhebenden Gipfel fallen analog in steilen Stufen zum Krzeszowicki-Graben ab und sind von zahlreichen Tälern durchschnitten, von denen ein Teil jedoch abgestorben ist (z.B. Zapustny Dół, Wąwóz Kochanowski, Wąwóz Zbrza). Die östlichen Partien des Tenczyński-Hügels, also der innerhalb der Gemeinde Zabierzów liegende Teil, sind vom Zabierzowski-Wald bedeckt, einem der größten Waldkomplexe in der Region Kraków. Die genannten Mesoregionen werden von der mehrere Kilometer breiten tektonischen Senke des Krzeszowicki-Grabens zerteilt, der sich durch eine verhältnismäßig flache, ausgeglichene Oberfläche auszeichnet. Auf dem Grund des Krzeszowicki-Grabens fließt der Fluss Rudawa, der hinter Zabierzów nach Süden abbiegt und dabei unter dem legendären Kmita-Felsen eine Schlucht im Tenczyński-Hügel bildet.

 

EIN WENIG ÜBER DAS BODENRELIEF

Im geologischen Aufbau des besprochenen Gebietes hat der Hochjura-Kalkstein den größten Anteil, also ein hauptsächlich aus Calciumcarbonat bestehendes Gestein. Es entstand im warmen und verhältnismäßig flachen Meer, das vor etwa 160 Mio. Jahren die heutige Hochebene von Kraków-Częstochowa bedeckte, als sich auf dem Meeresboden Schalen und Skelette verschiedener Meeresorganismen, wie Krustentiere, Muscheln, Hohltiere, Armfüßer usw., ablagerten. In der Region Kraków bildet der Hochjura-Kalkstein einen etwa 300 m dicken Komplex von beträchtlicher lithologischer Differenziertheit.

Besonders charakteristisch ist hier der Felskalkstein. Er ist Verwitterungsprozessen gegenüber am resistentesten, wurde dadurch aus den anderen herauspräpariert und schafft heute die für das Landschaftsbild der Hochebene von Kraków-Częstochowa so typischen Felsen, sowohl auf den Gipfeln als auch in den Tälern. Im weiteren Formungsprozess des heutigen Bodenreliefs hatten, nachdem das letzte Meer in der Oberkreide (80 Mio. Jahre) verschwunden war, die gebirgsbildenden Bewegungen in den Alpen im Tertiär, genauer im Miozän (23 Mio. Jahre), den größten Einfluss auf seine gegenwärtige Gestalt. Als die sich faltenden Karpaten sich auf die starre Platte der Hochebene von Kraków-Częstochowa schoben, bewirkte dies deren Aufbrechen in verschieden große Blöcke, die einander entlang der Flächen der Verwerfungen verschoben, es führte also zur Entstehung der Zerklüftungen u.a. des Tenczyński-Hügels sowie einer tektonischen Senke, dem Krzeszowicki-Graben. Vor etwa 15 Mio. Jahren füllte ein Meer den Krzeszowicki-Graben aus, das dicke Folgen lehmiger Ablagerungen hinterließ, unter denen im Folgenden die ihn umgrenzenden Felswände herauspräpariert wurden, die im heutigen Bodenrelief in der Gestalt steiler, felsiger und zerklüfteter morphologischer Stufen hervortreten. Mit dem Ende des Tertiärs begann auch der Entstehungsprozess der heutigen Täler. Anfangs flossen die Bäche direkt in Richtung Weichsel durch den Krzeszowicki-Graben und den Tenczyński-Hügel, wobei sie ihre Bachbetten in die weichen Miozänsedimente gruben. Nachdem sie einen härteren Untergrund erreicht hatten, aber auch infolge der Absenkung des Wasserspiegels in der Weichsel, zogen sie nach Osten und vereinigten sich in der heutigen Rudawa. Die unteren Abschnitte des Tenczyński-Hügels wurden verlassen, aber bisweilen doch wieder von kleineren Wasserläufen, wie Sanka oder Brzoskwinka, ausgenutzt. Während des Quartärs, also unseres jetzigen Zeitabschnittes der Erdgeschichte (seit 1,8 Mio. Jahren), bildete sich das gegenwärtige Bodenrelief endgültig heraus. Die älteren Strukturen wurden in hohem Maße von hauptsächlich aus der Eiszeit stammenden Formationen überdeckt, wie dem auf den Gipfeln und Hängen auftretenden Löss, aber auch Sand, der gegen Ende der Glazialzeit (vor 15-12 Tsd. Jahren) angeweht wurde. Bei der Ausgestaltung des Bodenreliefs spielen Karstphänomene, die auf der chemischen Lösung von Karbonatgesteinen durch Niederschlagswasser beruhen, eine äußerst wichtige Rolle. Sie führen zu Karstquellen, Karsttrichtern, Tälern ohne Abfluss (bekannt z.B. aus der Region des Będkowska-Tals), einem charakteristischen Mikrorelief der Gesteinsoberfläche, aber vor allem zu zahlreichen Felshöhlen und flachen Höhlen, in die Tageslicht eindringt. Die Fragen des geologischen Aufbaus bringt der rote Lehr-Rundweg für Spaziergänger näher. Er führt u.a. durch zwei alte Steinbrüche in Zabierzów, in denen man verschiedene Kalksteinarten, Karstformen ausfüllende Tertiärablagerungen, aber auch Felsstrukturen durchschneidende Steilhänge sehen kann.

 

DIE KRAKAUER TÄLCHEN

Aleksandrowicka-Tal – Es wird auch Strumyk (Bächlein) genannt und erstreckt sich über eine Länge von fast 3 km. Bisher wurde es seltener besucht, auch sein mittlerer, der interessanteste Abschnitt: spärlich bebaut, mit großen Wiesenstücken, die sich um die Teiche herum ausbreiten, und Felsen, die in dem die Hänge bedeckenden Wald verborgen liegen. Diese Situation wird sich sicherlich ändern, denn eine neu abgesteckte Route lädt zu Spaziergängen durch das Tal ein. Der Weg führt u.a. zur Kammlinie des sagenumwobenen Felsen “Krzywy Sąd”. Das ist der stattlichste Hangfelsen im Tal, der in einer mehrere Dutzend Meter tiefen Felswand abfällt. Die Legende berichtet, dass der Herr von Morawica, Graf Mateusz, als er in den umliegenden Wäldern jagte, eine Grotte voller Schätze entdeckte. Auch sein Diener, der auf die Pferde aufgepasste und wegen der langen Abwesenheit seines Herrn unruhig wurde und ihn suchen ging, sah sie. Aus Angst, das Geheimnis des Schatzes könnte ans Licht kommen, brachte Graf Mateusz gegen seinen Knappen die falsche Beschuldigung auf, dieser habe sein Lieblingspferd unbeaufsichtigt gelassen, das in dieser Zeit von einem Bären zerfleischt worden war. Er berief das Gericht unter seinem Vorsitz ein und verurteilte den Knappen zum Tode durch Hinunterstürzen von dem steilen Felsen, der seit dieser Zeit “Krzywy Sąd” (Verkehrtes Gericht) genannt wird. Damit nun aber der Gerechtigkeit genüge getan würde, erzählt die Überlieferung weiter, dass Ritter Mateusz kurz darauf von einer Schlange gebissen wurde und starb, auch sein Schloss in Morawica verfiel, der Schatz hingegen blieb verborgen. In der Tat wurden im Aleksandrowicka-Tal bisher keine Höhlen entdeckt, sieht man von kleinen Felsausbuchtungen ab. Doch wer weiß? Angeblich wurde einmal der große, alte und rostige Schlüssel gefunden, den Graf Mateusz ebenfalls entdeckt haben soll, was es ihm ermöglicht hatte, die Tür zu der Schatzkammer zu öffnen.

In das Aleksandrowicka-Tal mündet von Norden her ein kleines Tal, das in seinem oberen Teil Wąwóz Zbrza genannt wird und gar nicht wie ein Juratal aussieht. Es hat sich in eine dicke Lessdecke eingeschnitten, besitzt durch kleine Seitentäler stark zergliederte Hänge, auf deren Kammlinien sich nur ganz sporadisch kleine Felsen zeigen. Im unteren Teil, der direkt bei Aleksandrowice leider eingezäunt ist, sind sie eher in der für Juratäler charakteristischen Form ausgebildet.

 

Będkowska-Tal – Es ist in Hochjura-Kalkstein geformt und gehört zu den größten der Krakauer Tälchen. Seine Länge beträgt 7 km. Der landschaftlich interessanteste Abschnitt ist der mittlere, wo die größte Ansammlung von Jurafelsen mit vielfältigen und originellen Formen anzutreffen ist. Der bekannteste von ihnen ist – wegen seines Namens, den ihm die Bergsteiger gegeben haben – der „Elefantenarsch“ (Dupa Słonia); der stattlichste heißt „Fälkin“ (Sokolica), er dominiert das Landschaftsbild des Tals mit seinen über 70 m hohen Felswänden. Auf seinem Gipfel, der von Będkowice aus zugänglich ist, sind Überreste von Wällen einer nicht näher identifizierten Ritterburg aus dem 12. bis 14. Jahrhundert erhalten geblieben. Innerhalb dieser Befestigungen wurden auch Siedlungsspuren aus dem Neolithikum sowie aus der Zeit der sorbischen Kultur (Bronzezeit) entdeckt. Zu den weiteren Besonderheiten des Tals gehören die starke Karstquelle des Baches Będkówka, die in natürlichem Zustand erhalten geblieben ist (Naturdenkmal), sowie der Wasserfall „Szum“, der aus einer Gesamthöhe von annähernd 5 m über mehrere Felsstufen herabfließt. „Szum“ ist der größte der in der Hochebene von Kraków-Częstochowa seltenen Wasserfälle. Im unteren Abschnitt, wo sich die Gehöfte von Łączki – einem Außenbezirk des Dorfes Kobylany – erstrecken, zieht eine deutliche Asymmetrie der Hänge die Aufmerksamkeit auf sich. Der orographisch linke bildet das Massiv des Żarnowa-Berges voller Geröllböschungen mit Reihen von originellen Felsen in den Gipfelpartien. Das Będkowska-Tal steht bisher in keiner Weise unter Schutz. Es gilt jedoch im Hinblick auf seine äußerst vielfältige Pflanzendecke als eines der wertvollsten Krakauer Tälchen. Hier dominieren Wälder – in den Gipfelpartien Mischwälder, auf den Böschungen Eichen-Hainbuchen-Wälder sowie vereinzelt Karpaten- und wärmeliebende Buchen, am Boden Erlengrund. Farbiger, xerothermischer Rasen, Feuchtwiesen und Felsrasen nehmen beträchtliche Partien ein. Es gibt eine reiche Bergflora. Besondere Beachtung verdient hier der auf Felsen wachsende geschützte Rispen-Steinbrech, eine arktisch-alpine Art, die zwar aus Steingärten vor Wohnhäusern bekannt ist, in der natürlichen Umgebung aber äußerst selten vorkommt.

 

Bolechowicka-Tal – auch Bolechowicki-Schlucht genannt. Aus Hochjura-Kalkstein gebildet, etwa 1,5 km lang, schmal und gewunden, gilt es als eines der malerischsten der Krakauer Tälchen. Eröffnet wird es durch ein effektvolles Felstor von einzigartiger Größe, das fast 30 m hohe Bolechowicka-Tor. Seine orographisch linke Seite haben die hier seit der Vorkriegszeit trainierenden Bergsteiger „Filar Abazego“ (Abazy-Pfeiler) genannt, die rechte (westliche) Seite mit ihrer felsigen, zerklüfteten Kammlinie nannten sie dagegen „Filar Pokutników“ (Büßerpfeiler). Hinter dem Tor treten wir in die felsige Schlucht, deren Hänge mit xerothermischem Felsrasen und Gebüsch bewachsen sind, um im folgenden deutlich verengten und bewaldeten mittleren Abschnitt auf einen kleinen Wasserfall zu stoßen, der sich auf den felsigen Stufen durch den das Tal entlang fließenden Bach Bolechówka gebildet hat. In seinem oberen Teil bildet das Tal einige Ausläufer, von den der längste, der eigentliche, die Form eines unzugänglichen, felsigen und bewaldeten Hohlweges annimmt. 1968 wurde das Tal unter Schutz gestellt und ein Landschaftsschutzgebiet mit einer Fläche von 21,31 ha geschaffen. Außerhalb seiner Grenzen, vor dem Bolechowicka-Tor, befindet sich eine Karstquelle mit gutem Wasser, die als Naturdenkmal gilt.

 

 

Brzoskwinki-Tal – Dieses kleine Tal hat in den letzten beiden Jahrzehnten viele seiner Vorzüge verloren. Von Norden her drang einiges an Bebauung in seinen oberen Teil ein, der untere war dagegen bewaldet. Doch 2005 wurde auf Betreiben der Einwohner von Chrosna der rechte Hang des Tals entwaldet, wodurch eine Reihe malerischer Felsen mit interessanten, ovalen Formen freigelegt wurde. Es wurde außerdem ein 4,5 km langer Waldlehrpfad mit Gelegenheiten zum Ausruhen angelegt. Leider war es nicht möglich gewesen, den linken, ebenso felsigen Hang, der sich in Privatbesitz befindet, in die Arbeiten einzubeziehen.

 

Kluczwody-Tal – Es wird auch Wierzchówki-Tal genannt und erstreckt sich über eine Länge von 7 km. Am malerischsten und auch am interessantesten ist der mittlere Teil zwischen der Zelkowski-Schlucht und Gacki; er verläuft wechselhaft und zeichnet sich durch Hohlwege aus, mit mehreren Gruppen von Jurafelsen. Beachtung verdienen hier die „Skały Zamkowe“ (Burgfelsen ). Auf einer Ebene wurden in den Jahren 1993-95 die Mauerumrisse des Untergeschosses einer Ritterburg freigelegt und gesichert, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf Anregung des Krakauer Richters Jan von Syrokomla (heute Janowiec, Woiwodschaft Lublin) gebaut wurde. Weil Teile der Mauern abrutschten, wurde der Bau aufgegeben. Später wurde er mit gutem Erfolg in Korzkiew (Gemeinde Zielonki, außerhalb der Landkarte) aufgenommen, wo die Burg bis in unsere Zeit erhalten geblieben ist. Eine andere historische Sehenswürdigkeit sind die stilisierten Grenzpfeiler von Russland und Österreich-Ungarn, die auf einem Privatgrundstück in der Nähe des Ausgangs der Zelkowski-Schlucht aufgestellt sind. Sie erinnern daran, dass in der Zeit der Polnischen Teilungen die österreichisch-russische Grenze auf dem Grund des Kluczwody-Tals (ab Ujazd) und dann durch die erwähnte Zelkowski-Schlucht verlief. Die naturkundlichen Vorzüge des Tals kommen am besten im Waldreservat zur Geltung, das 35,22 ha des Westhanges und einen Teil der Gipfel umfasst. Es wurde geschaffen zum Schutz des Eichen-Hainbuchen-Waldes, des in Kluczwody dominierenden Waldkomplexes sowie der großen Stücke alten Baumbestandes an Karpatenbuche, in deren Unterholz viele Pflanzenarten, wie die geschützte Türkenbundlilie, auftreten. Die Besichtigung des Reservats ermöglicht ein 2 km langer Spazierweg. Im oberen, nicht weniger interessanten Teil des Teil liegen die Häuser des Dorfes Wierzchowie. Im Dorfzentrum, in der Nähe des Parkplatzes, liegen die starken Kluczwody-Quellen. Von dort aus führt ein Touristenweg zum oberen Tal, am Fuße der bewaldeten Berdo-Felsgruppe, in deren Massiv es drei Höhlen gibt: – Die Mammuthöhle mit einer Länge von etwa 100 m, die wegen vieler Funde aus der Zeit des oberen Paläolithikums, u.a. Erzeugnisse aus Mammutbackenzähnen, bekannt ist, – die Wilde Höhle mit einer Länge von 61 m sowie – die Wierzchowska-Górna-Höhle, die zweitgrößte Höhle in der Hochebene von Kraków-Częstochowa. Sie ist 975 m lang, wovon 700 m als Touristenstrecke angelegt sind. Ihre Besichtigung (ausschließlich mit Führung; ca. 50 Min.) wird durch Rekonstruktionen ausgestorbener Säugetiere und des Urmenschen sowie eine kleine Ausstellung zur Erschließung der Höhle belebt.

 

Kobylańska-Tal – Es wird fälschlicherweise auch Karniowicka-Tal genannt und gehört zu den meistbesuchten Krakauer Tälchen. Auf einer Länge von knapp 4 km erstaunt es durch die Veränderungen im Landschaftsbild. Der untere Teil, der von dem kleinen Felstor Brama Kobylańska gekrönt wird, nimmt die Form eines mehrere Dutzend Meter tiefen, gewundenen, grasbewachsenen Cañons an, in dem vereinzelt auch Birken stehen. Seine Hänge bilden steile Felswände, zerklüftete Kammlinien, eigenartig geformte Felsgruppen mit originellen Namen, die von den hier seit Jahren trainierenden Bergsteigern eingeführt wurden, wie z.B. Cycówka, Chorobliwa Grań, Ponad Gnój Turnia oder die erhabene Steilwand Żabi Koń (mit einer Kapelle). Darunter sprudelt eine kleine Karstquelle, die als Naturdenkmal gilt. Hinzuzufügen ist, dass Władysław Pasikowski in diesem Teil des Tals einige Szenen zu seinem Film „Demony wojny według Goi“ (1998 r.) drehte, dessen Handlung in Bosnien während des Krieges nach dem Auseinanderfallen des ehemaligen Jugoslawien spielt. Der mittlere Teil des Tals grenzt sich durch seine Bewaldung und auch durch die Asymmetrie seiner Hänge deutlich ab. Eichen-Hainbuchen-Wald bedeckt die Hänge und teilweise auch den Grund, darüber ragen am linken Hang vereinzelte Felsgruppen heraus, auf dem rechten gibt es praktisch keine Felsen. Hier kann man auch auf ein paar kleine Quellen stoßen, die den das Tal entlang fließenden Bach Kobylanka, speisen, der früher Brynia genannt wurde. Er nimmt seinen Anfang unter den Felsen, die ganz einfach „Nad Źródełkiem“ (An der Quelle) heißen. Gleich dahinter endet das Tal in einer großen weiten Fläche. Dies ist der am wenigsten interessante und praktisch nicht besuchte obere Abschnitt mit einem freien rechten Hang und einem bewaldeten linken, hier steht ein Felsen, der nomen est omen „Ostatnia“ (Der Letzte) genannt wird. Unter naturkundlichen Gesichtspunkten tut sich das Kobylańska-Tal scheinbar durch nichts hervor, obschon seine Pflanzendecke sehr vielfältig ist. Eine wenig bekannte floristische Besonderheit sind die Standorte der als polnischer Enedmit geltenden strauchartigen Szafer-Birke sowie der Ojcowska-Birke, die bis vor Kurzem nur in Ojców gefunden worden war. Sie befinden sich in den oberen gipfelnahen Partien des linken Hangs im unteren Abschnitt des Tals.

 

Nielepickie-Täler – Die Gipfel über Nielepice werden von zwei kleinen Tälern durchschnitten: dem Nielepicka-Tal, dessen landschaftlich interessanter oberer Teil, Doły genannt, in der Less-Decke herauspräpariert ist und mit weiten offenen Flächen unter dem Kamyk-Felsen endet, und das bewaldete Tal Pierunkowy Dół, durch das die grüne Route verläuft. Sie umgeht jedoch den linken Hang, wo es interessante Felsen aus Hochjura-Kalkstein gibt, die in ihrer Form den im Reservat  “Zimny Dół” anzutreffenden ähneln (siehe Sanki-Tal).

 

Rudawa-Tal – Kmita-Felsen

 

Wer von euch hierher kommt

und an jenem Tag Mut hat,

kann auch Freude haben;

wer dagegen hierher kommt

und an jenem Tag Kummer hat,

kann auch Frieden haben.

 

“Stanisław Kmita, der bewaffnete Ritter

Im Kampf mit den Tataren mit mächtigem Säbel,

Sein Herz wandte er der Bonerówna zu

Und stürzte sich von diesem Felsen in den Abgrund

1515″

 

Diese heute völlig unleserlichen Inschriften, die 1854 in die Wand eines Jurafelsens, der zu den bekanntesten in der Umgebung von Kraków gehört, gemeißelt wurden, zitieren wir aus der Literatur. Die ersten Strophen stammen aus einem Gedicht von Jadam z Zatora (eigentlich Adam Gorczyński), die folgenden schrieb Wincenty Pol, der auch einer der Initiatoren der Einmeißelung dieser Gedichte war. Das Datum „1515“ bezieht sich auf eine angeblich früher einmal existierende Sentenz: Meiner Liebe strenge Kraft quält die Seele. Glaube – Gott – Liebe – Liebe – Liebe – Kmita und Bonerówna – 1515. Diese Inschrift soll Kmita selbst angebracht haben, als ihm der Vater seiner geliebten Olimpia Bonerówna – der Gutsherr von Balice – durch heimtückische Intrigen getäuscht, die Hand seiner Tochter verwehrte. Der verzweifelte Kmita beging, wie wir bereits wissen, Selbstmord, seine Geliebte dagegen wurde ins Kloster gebracht. Die hier kurz wiedergegebene Legende erhielt ihre jetzige Form sicher in Anlehnung an eine Reihe literarischer Werke aus dem 19. Jahrhundert, die dieses romantische Motiv der unglücklichen Liebe von Kmita und Bonerówna aufnahmen, darunter ein Roman des bereits erwähnten Jadam z Zatora (Balice. Powieść z czasów Zygmunta I). Die Überlieferung ist historisch nicht bestätigt, es könnte sich aber um wirklich existierende Personen handeln. Ende 1515 erhielt Seweryn Boner Balice als Mitgift, und er hatte eine Tochter – Zofia.

Der etwa 40 m hohe Kmita-Felsen setzt einen charakteristischen und malerischen Akzent im Landschaftsbild des Rudawa-Tals. Mit seinem Massiv schneidet er sich in das Tal und bildet mit der gegenüberliegenden Bukowina-Anhöhe und dem dort befindlichen Bonerówna-Felsen (so lautet sein zeitgenössischer Name) einen durchbrechenden Abschnitt durch den Tenczyński-Hügel. Die beiden steilen und waldbewachsenen Hänge des Durchbruchs wurden zusammen mit den Gipfeln 1959 als Landschaftsschutzgebiet mit einer Fläche von 19,36 ha anerkannt. Der Kmita-Felsen stellte bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel für Sonntagsausflüge der Krakauer dar; und bis heute ist er ein günstiger Ausgangspunkt für Ausflüge in den Zabierzowski-Wald. Es ist der größte (etwa 500 ha) Waldkomplex westlich von Kraków. Er erstreckt sich über eine Fläche mit einem sehr abwechslungsreichen Bodenrelief, durchfurcht von Hohlwegen, Tälern, mit zahlreich herausragenden Hochjura-Kalksteinen. Im Baumbestand dominieren Buche, Eiche, Lärche mit einem großen Anteil an Weißbuche, Kiefer, Fichte und vielen anderen Arten, im Unterholz dagegen Haselnuss, Faulbaum, Eberesche; und am Waldboden gibt es neben der allgegenwärtigen Himbeere und Brombeere viele Blumenarten, darunter unter Schutz stehende, wie beispielsweise Echter Seidelbast, Türkenbundlilie, Maiglöcken, Orchideen oder Veilchen. Die naturkundlichen Vorzüge des Zabierzowski-Waldes sowie die in seinem Gebiet betriebene Waldwirtschaft präsentiert ein Naturpfad, der am Grzybowska-Tal entlangführt, sowie zwei als Rundweg angelegte Waldlehrpfade. Die gelbe Route ermöglicht einen Ausgang auf den Kmita-Felsen, die rote zeigt geologische Besonderheiten und führt u.a. durch einen am Rande des Waldes gelegenen stillgelegten Steinbruch sowie vorbei an der Funkortungsstation des Flughafens in Balice, die im Volksmund „Streichholz“ genannt wird. Der auf einer Anhöhe liegende, 30 m hohe Turm der Station, der von einer den Radar umgebenden Kugel gekrönt ist, ist seit 1996 ein äußerst charakteristisches Element des Landschaftsbildes im östlichen Teil des Tenczyński-Hügels wie auch der Gemeinde Zabierzów.

 

Sanki-Tal – Mit ca. 8 km Länge ist es das größte Tal des Tenczyński-Hügels. Interessant ist das auf der Landkarte dargestellte Fragment an der Zimny-Dół-Mündung mit dem charakteristischen, gewaltigen Byczyn-Felsen und dem sich in das Tal einschneidenden Grodzisko-Massiv. Auf seinem Gipfel sind die Reste von Wällen und einem Graben einer aus dem 9.-10. Jahrhundert stammenden Burg deutlich sichtbar erhalten geblieben. Es lohnt sich, in der Nähe das kleine (2,2 ha) Reservat der unbelebten Natur “Zimny Dół” zu besuchen, das einen Komplex origineller Hochjura-Felsen schützt. Felsenpilze, Blöcke mit zu ihren Füßen ausgebreiteten Traufen und Engpässe bilden hier ein Art in Stein gehauenes Städtchen, das dicht mit Wald bewachsen ist. Diese Formen entwickelten sich, als die äußeren Teile der Hangfelsen unter dem Einfluss von Gravitationsfaktoren sich wegneigten, abrutschten und sich senkten, aber auch infolge von Karstprozessen. Eine floristische Besonderheit des Reservats sind sehr alte Exemplare von blühendem und fruchttragendem Gemeinem Efeu, der eine senkrechte Felswand mit dem Namen „Wielka Zerwa“ bedeckt. Den Schlussabschnitt des Sanki-Tals, am Rande des Tenczyński-Hügels, bildet das 2 km lange Mnikowska-Tal, das als Landschaftsschutzgebiet gilt und eine Fläche von 20,43 ha einnimmt. Es ist eines der bekanntesten und meistbesuchten Täler in der Umgebung von Kraków – eng, mit senkrechten und teilweise bewaldeten Hängen, aus denen malerische Jurafelsen herauswachsen. In der Mitte, in einer steinernen Schleife, die Cyrk genannt wird, zieht ein Bild der Muttergottes, das in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von Walery Eliasz Radzikowski hoch oben auf den Felsen gemalt wurde, die Aufmerksamkeit auf sich. Das Mnikowska-Tal ist vom Parkplatz (Mników Skały) aus für Behinderte zugänglich.

 

Szklarki-Tal – Es erstreckt sich auf einer Länge von etwa 9 km und wird überwiegend durch die Bebauung von Szklary eingenommen. Am interessantesten ist der untere, bewaldete Abschnitt, oberhalb der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Forellenzuchtanlage „Rózin” in Dubie (vor der Mündung in das Racławki-Tal). Das Tal ist hier tief, gewunden und deutlich verengt. An seinen Hängen zeigt sich neben dem in dieser Landschaft wie auch in den Krakauer Tälchen dominierenden weißen Hochjura-Kalkstein parallel der graue Kalkstein des Unterkarbons, also ältere Gebilde. Dies ist eine Folge davon, dass dieses Gebiet im Tertiär von zahlreichen Verwerfungen mit Breitenkreis-Verlauf durchschnitten wurde.