Die mehr als 22 000 Einwohner zählende Gemeinde Zabierzów ist eine der größten Gemeinden in der Woiwodschaft Kleinpolen (Województwo Małopolskie). Sie liegt in der Nähe von Kraków und hat eine Fläche von 99,6 km2. Es ist eine Gemeinde mit reicher Geschichte, malerischen Juralandschaften und gleichzeitig moderner technischer Infrastruktur. Sowohl für Einwohner und Touristen als auch für Investoren ist es im Blick auf die Sicherheit, den hohen Lebensstandard und ein gutes Investitionsklima ein attraktiver und ansprechender Ort.
Einen wesentlichen Einfluss auf die dynamische Entwicklung der Gemeinde hat die bequeme und sehr schnelle Verkehrsverbindung mit dem Zentrum von Kraków. Im Gebiet unserer Gemeinde befinden sich der Internationale Flughafen „Johannes Paul II.“ Kraków – Balice, eine Autobahnauffahrt auf die A4 sowie eine Eisenbahnlinie. Die Gemeinde Zabierzów verfügt über einen aktuellen Bebauungsplan, eine gut entwickelte Verkehrs-, Wasserleitungs-, Kanalisations-, Gas- und Energie-Infrastruktur, eine moderne Ausbildungsbasis sowie ein Kommunales Kulturzentrum mit einem breit gefächerten Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Gemeinde bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten. In ihrem Gebiet befinden sich ein Sport- und Erholungszentrum mit einem Hallenbad sowie einer Aufführungs- und Sporthalle mit 260 Plätzen, ein modernes Sportstadion, ein Gestüt, Tennisplätze, zahlreiche Kletterplätze sowie touristisch attraktive Routen. Dies alles führt dazu, dass die Zahl der Einwohner, Investoren und Touristen ständig steigt. Dank einer modernen Verwaltung und der Offenheit sowohl der Behörden als auch der Einwohner gilt die Gemeinde Zabierzów als attraktiver Ort mit großen Perspektiven für eine dynamische und ausgeglichene Entwicklung.
Galeria
Die Gemeinde Zabierzów zeichnet sich durch eine abwechslungsreich gestaltete Geländeoberfläche aus. Sie liegt nämlich an der Grenze dreier Mesoregionen des Hochlandes von Kraków-Częstochowa: der Olkuska-Hochebene, des Krzeszowicki-Grabens und des Tenczyński-Hügels. Die Olkuska-Hochebene, die auch Ojców-Hochland genannt wird, erhebt sich durchschnittlich ca. 400 m über dem Meeresspiegel und fällt in einer Reihe von Felssprüngen, die sich im Relief in Gestalt steiler, felsiger Stufen von fast 100 m Höhe deutlich abzeichnen, zum Krzeszowicki-Graben ab. Ihre leicht welligen Gipfel werden von Süden her durch zahlreiche Flusstäler, die die Form gewundener Felsschluchten annehmen und im Volksmund Krakauer Tälchen genannt werden, durchschnitten. In dem auf der Landkarte dargestellten Gebiet befinden sich das Szklarki- und das Będkowska-Tal sowie die innerhalb der Grenzen der Gemeinde Zabierzów liegenden und wohl bekanntesten und meistbesuchten Täler: das Kobylańska- und das Bolechowicka-Tal, außerdem noch das Kluczwody-Tal weiter westlich. Ein ähnliches Bodenrelief zeichnet den Tenczyński-Hügel aus, die größte zerklüftete Erhebung in der Region Kraków. Seine sich durchschnittlich 300 m über dem Meeresspiegel erhebenden Gipfel fallen analog in steilen Stufen zum Krzeszowicki-Graben ab und sind von zahlreichen Tälern durchschnitten, von denen ein Teil jedoch abgestorben ist (z.B. Zapustny Dół, Wąwóz Kochanowski, Wąwóz Zbrza). Die östlichen Partien des Tenczyński-Hügels, also der innerhalb der Gemeinde Zabierzów liegende Teil, sind vom Zabierzowski-Wald bedeckt, einem der größten Waldkomplexe in der Region Kraków. Die genannten Mesoregionen werden von der mehrere Kilometer breiten tektonischen Senke des Krzeszowicki-Grabens zerteilt, der sich durch eine verhältnismäßig flache, ausgeglichene Oberfläche auszeichnet. Auf dem Grund des Krzeszowicki-Grabens fließt der Fluss Rudawa, der hinter Zabierzów nach Süden abbiegt und dabei unter dem legendären Kmita-Felsen eine Schlucht im Tenczyński-Hügel bildet.
Im geologischen Aufbau des besprochenen Gebietes hat der Hochjura-Kalkstein den größten Anteil, also ein hauptsächlich aus Calciumcarbonat bestehendes Gestein. Es entstand im warmen und verhältnismäßig flachen Meer, das vor etwa 160 Mio. Jahren die heutige Hochebene von Kraków-Częstochowa bedeckte, als sich auf dem Meeresboden Schalen und Skelette verschiedener Meeresorganismen, wie Krustentiere, Muscheln, Hohltiere, Armfüßer usw., ablagerten. In der Region Kraków bildet der Hochjura-Kalkstein einen etwa 300 m dicken Komplex von beträchtlicher lithologischer Differenziertheit. Besonders charakteristisch ist hier der Felskalkstein. Er ist Verwitterungsprozessen gegenüber am resistentesten, wurde dadurch aus den anderen Arten herauspräpariert und schafft heute die für das Landschaftsbild der Hochebene von Kraków-Częstochowa so typischen Felsen, sowohl auf den Gipfeln als auch in den Tälern. Im weiteren Formungsprozess des heutigen Bodenreliefs hatten, nachdem das letzte Meer in der Oberkreide (80 Mio. Jahre) verschwunden war, die gebirgsbildenden Bewegungen in den Alpen im Tertiär, genauer im Miozän (23 Mio. Jahre), den größten Einfluss auf seine gegenwärtige Gestalt. Als die sich faltenden Karpaten sich auf die starre Platte der Hochebene von Kraków-Częstochowa schoben, bewirkte dies deren Aufbrechen in verschieden große Blöcke, die einander entlang der Flächen der Verwerfungen verschoben, es führte also zur Entstehung der Zerklüftungen u.a. des Tenczyński-Hügels sowie einer tektonischen Senke, dem Krzeszowicki-Graben. Vor etwa 15 Mio. Jahren füllte ein Meer den Krzeszowicki-Graben aus, das dicke Folgen lehmiger Ablagerungen hinterließ, unter denen im Folgenden die ihn umgrenzenden Felswände herauspräpariert wurden, die im heutigen Bodenrelief in der Gestalt steiler, felsiger und zerklüfteter morphologischer Stufen hervortreten. Mit dem Ende des Tertiärs begann auch der Entstehungsprozess der heutigen Täler. Anfangs flossen die Bäche direkt in Richtung Weichsel durch den Krzeszowicki-Graben und den Tenczyński-Hügel, wobei sie ihre Bachbetten in die weichen Miozänsedimente gruben. Nachdem sie einen härteren Untergrund erreicht hatten, aber auch infolge der Absenkung des Wasserspiegels in der Weichsel, zogen sie nach Osten und vereinigten sich in der heutigen Rudawa. Die unteren Abschnitte des Tenczyński-Hügels wurden verlassen, aber bisweilen doch wieder von kleineren Wasserläufen, wie Sanka oder Brzoskwinka, ausgenutzt. Während des Quartärs, also unseres jetzigen Zeitabschnittes der Erdgeschichte (seit 1,8 Mio. Jahren), bildete sich das gegenwärtige Bodenrelief endgültig heraus. Die älteren Strukturen wurden in hohem Maße von hauptsächlich aus der Eiszeit stammenden Formationen überdeckt, wie dem auf den Gipfeln und Hängen auftretenden Löss, aber auch Sand, der gegen Ende der Glazialzeit (vor 15-12 Tsd. Jahren) angeweht wurde. Bei der Ausgestaltung des Bodenreliefs spielen Karstphänomene, die auf der chemischen Lösung von Karbonatgesteinen durch Niederschlagswasser beruhen, eine äußerst wichtige Rolle. Sie führen zu Karstquellen, Karsttrichtern, Tälern ohne Abfluss (bekannt z.B. aus der Region des Będkowska-Tals), einem charakteristischen Mikrorelief der Gesteinsoberfläche, aber vor allem zu zahlreichen Felshöhlen und flachen Höhlen, in die Tageslicht eindringt. Die Fragen des geologischen Aufbaus bringt der rote Lehr-Rundweg für Spaziergänger näher. Er führt u.a. durch zwei alte Steinbrüche in Zabierzów, in denen man verschiedene Kalksteinarten, Karstformen ausfüllende Tertiärablagerungen, aber auch Felsstrukturen durchschneidende Steilhänge sehen kann.

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Jakość Powietrza































